N°5 | Kokon

Rubrik | N > E > B > E

Unter einem Post las ich einen Satz, der mich zum Nachdenken anregte:

„Wir leben nach den Grenzen, die wir uns selbst setzen.“

Unter den Kommentaren fand ich eine Frage, die mich noch neugieriger machte:

„Ist eine Grenze denn ein Hindernis oder vielleicht sogar ein Schutz?“

Angeregt überlegte ich, was diese Sätze in mir auslösen und nahm das Angebot zur Selbstreflektion dankbar an.

| Sind es Grenzen, die ich mir selbst setze, nach denen ich lebe?

| Wie interpretiere ich persönlich vermeintlich selbstgesetzte Grenzen?

Da ich mich nicht mit meinen spontanen Ideen diesbezüglich zufriedengeben wollte, verweilte ich in diesem Zustand des Sortierens. Die Frage nach dem „Hindernis oder Schutz“ wurde zu dem Schatz, den ich in meinen Gedanken bergen wollte.

Schließlich verfasste ich diesen Kommentar, als reflektiven Beitrag:

„Ist es nicht so, …

… dass wir nach den individuellen Bedürfnissen leben, die wir uns zum jeweiligen Zeitpunkt zu erfüllen versuchen? Wenn der Grund fürs Nichthandeln / Nichterfüllung für uns Schutz und somit Sicherheit bedeutet, dann dürfen wir uns fragen:

| Was kann / würde mir ausreichend Schutz geben, um handlungsfähig sein zu können (in diesem Kontext, ähnlichen Situationen oder Phasen)?“

Gleichzeitig wurde mir bewusst, …

… wie bereichernd Selbstreflektion ist, wenn wir sie praktizieren. Sich nicht mit den erstbesten Antworten zufrieden zu geben, die wir uns oft reflexartig geben, heißt, sich selbst neugierig zu begegnen.

Die Überzeugung uns selbst zu kennen, ist oft von einem seidigen Kokon umhüllt. Womöglich fühlen wir uns sicherer, wenn wir das Selbstgesponnene als „Es ist so!“ akzeptieren und passiv bleiben. Aktiv einzelne Fäden in die Hand zu nehmen, sie aufzuwickeln und neuzudenken, könnte zur Entstehung eines neugeformten Kokons beitragen.

Nur wenn wir Alternativen zulassen, werden wir vergleichen können, womit wir uns wirklich besser fühlen. Der Reiz des Lebendigen liegt in der Neugier und der Offenheit zu gestalten.

Entwicklung wird lediglich durch Reflektion denkbar, …

… sodass ich dankbar für die unzähligen Impulse bin, die mir täglich begegnen. Ich bleibe offen dem gegenüber, was mich im Innern sticht oder kitzelt – beides ist lebendig.

Hoffentlich kann ich dann einen der Fäden aufgreifen und neuspinnen, um den Innenraum des schützenden Gebildes zu vergrößern und mich zu entwickeln. Irgendwann schaffe ich es möglicherweise Spielräume zwischen dem Gesponnen zu integrieren, durch die ich ins Außen blicken werde, um die Weite des Horizonts wahrnehmen zu können.

Ich bin der Designer…

… meines Kokons und bestimme, wieviel Raum ich brauche, um mir den Weitblick zu schaffen, die Sicherheit zu spüren sowie meine Selbstbewusstheit zu gestalten.

Selbstreflektion stärkt die wertvolle Verbindung zu mir selbst.

Mit sich verbunden zu sein, bedeutet zu vertrauen.

| Wie sieht dein Kokon aus?

| Welche selbstgesetzte Grenzen möchtest du neudenken, um deinen Weitblick zu schärfen?

| Was würdest du gerne verändern, um deine Selbstbewusstheit anders zu gestalten?

Viel Freude beim Spinnen!

Markus

| Bleibe neugierig, um zu entdecken!

| Sei offen für Entdeckungen, um dir der Vielfalt der Möglichkeiten bewusst zu werden, die deine Entwicklung bereichern können!

| Werde aus deiner Entwicklung heraus wieder neugierig auf Neues!

PS: Feedback ist mir wertvoll, daher freue ich mich über deinen Kommentar. Kontaktiere mich gerne, wenn du Fragen an mich hast oder ich dich bei einem Anliegen unterstützen darf.

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N°4 | Ich muss …!

Rubrik | N > E > B > E

Ich habe keine andere Wahl, als Tag für Tag diesem Pfad zu folgen, zu klettern und zu kriechen um weiterzukommen. Die Last meines vollgepackten Rucksacks lastet immer schwerer auf meinen Schultern.

Je weiter ich in die Unhöhen vordringe, desto stärker wird der Druck, den ich auf meiner Brust spüre. Das Atmen fällt mir zusehends schwerer und die Ruhepausen, die ich mir gönne, erscheinen mir viel zu kurz. Ich muss weiter!

Der Nebel wird zu meinem ständigen Begleiter und zwingt mich noch intensiver auf diesen verdammten Weg zu achten. Neben dem Druck brennt allmählich auch die unsägliche Sehnsucht in meinem Innern – nach dem Gipfel, dem Ende der Tortur, der Erlösung am Ziel.

Ich stolpere und bleibe kraftlos liegen – leer, entmutigt, bereit aufzugeben. Mein Körper zwingt mich zur Ruhe und ich falle ungewollt in einen unruhigen Schlaf, der meine letzten Reserven angreift.

Im Traum…

… wird mir ein Berg vor die Füße gesetzt, der immer höher und gewaltiger wird. Ich gehe los, nehme jede Strapaze auf mich um diesen zu bezwingen.

Mein Weg ist vorbestimmt! Ich muss es schaffen und darf nicht aufgeben!“, sage ich mir immer und immer wieder, um all meine Kräfte zu mobilisieren. Ohne zu hinterfragen laufe ich weiter, schreite und schleppe mich schließlich von Stein zu Stein.

Einige Trampelpfade lasse ich dabei mal links und mal rechts von mir liegen – ich sehe sie, jedoch nehme ich diese nicht wirklich wahr. „Konzentriere dich auf deine Mission, die du erfüllen musst!“, ermahne ich mich immer wieder.

Ich spüre die kalten Schweißperlen am ganzen Körper, möchte alles um mich herum anschreien und zum Teufel wünschen – hätte ich die Kraft dazu. Im selben Moment wache ich benommen von den Strapazen des Traums auf.

Zurück in der Realität:

| Frische, kühle und duftende Luft dringt in meine Nase

| Helles Licht blendet meine Augen, die sich zaghaft an seine Intensität gewöhnen.

| Gleichzeitig flutet eine sanfte Geräuschwelle meine Ohren – unzählige Töne der vielfältigen Insekten und Vögel, des lebendigen Treibens um mich herum und das leise Wehen der Brise.

> Neugierde >

Was passiert gerade mit und in mir?

Meine Sinne nehmen gerade allerhand Reize von außen wahr. Ich spüre, wie die Sortiermaschine in mir arbeitet um Klarheit zu erzeugen. Das Kribbeln in meinen Händen und Füßen fühlt sich belebend an. Es fließt und durchströmt meinen gesamten Körper.

Was ist gerade anders als noch vor meinem Sturz?

> Entdeckung >

Ich sehe, was mich in diesem Augenblick umgibt. Ein Meer aus Farben, Formen und Bewegungen.

Ich höre die melodische Stille. Ein Konzert aus Klängen, Tönen und Schwingungen.

Ich rieche den Moment. Eine Komposition aus luftiger Frische, blumigen Noten und erdiger Basis.

Ich spüre mich.

> Bewusstheit >

Meine ausufernde Getriebenheit, mein Glaube an das Müssen und meine Überzeugung über die Vorbestimmung meines Weges – sie alle sind gewesen.

An ihrer Stelle…

… kehren gerade Ruhe und Gelassenheit ein. Der Wunsch danach „zu dürfen“, zeichnet ein Lächeln auf meine Lippen. Die Vorstellung, dass meine Landkarte viele Wege und Pfade bereithält, die gegangen werden können, erfüllt mich mit Leichtigkeit.

Gleichzeitig empfinde ich Dankbarkeit – für das Stolpern und den Fall, die mir diesen wertvollen Atemzug ermöglicht haben und ich mich wieder mit mir verbunden fühle.

> Entwicklung >

Ich stehe auf und setze meinen Weg beflügelt fort. Nach wenigen Schritten bleibe ich hinter einer Biegung erschrocken stehen. „Es geht nicht weiter, außer ich springe“, sage ich entgeistert zu mir.

„Nein, …

… ich kehre um und halte Ausschau nach weiteren Wegen oder Pfaden, für die ich mich entscheiden kann!

Wer weiß, was mir auf diesen begegnet und was ich entdecken werde?

Ich vertraue auf mich.“

Diese Geschichte kann synonym für eine Vielzahl unserer individuellen Denk- und Verhaltensweisen stehen.

| Wie siehst du deinen persönlichen Weg im Moment?

| Wenn du schon einmal gestolpert oder gefallen bist, was hat dir geholfen wieder aufzustehen?

| Wie würdest du deine Verbindung zu dir selbst beschreiben?

| Was stärkt dein Vertrauen in dich und deine Möglichkeiten?

Viel Freude beim Stolpern!

Markus

| Bleibe neugierig, um zu entdecken!

| Sei offen für Entdeckungen, um dir der Vielfalt der Möglichkeiten bewusst zu werden, die deine Entwicklung bereichern können!

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N°3 | Ungewohntes

Rubrik | N > E > B > E

Eines Tages letzte Woche befand ich mich auf dem Weg zur Arbeit. Der übliche Morgen in der Innenstadt – ein noch verhaltenes Treiben mit vereinzelten Menschen, Lieferanten und öffnenden Geschäften ließ alles alltäglich erscheinen.

Meine Augen nahmen die Sonnenstrahlen und das Blau des klaren Himmels wahr. In meine Nase drang kühlfrische Morgenluft. Die noch sanfte Geräuschkulisse ließ mich an der steinernen Umgebung zweifeln und doch befand ich mich mittendrin.

Plötzlich vernahm ich einen ungewohnten Laut, für diesen Ort gar surrealen Klang.

Ein Bussard drehte kreischend eine Runde tief über den Gebäuden und ließ sich majestätisch auf einer Dachantenne nieder. Von dort hatte er anscheinend einen angemessenen Überblick über sein Umfeld.

> Neugierde >

Dieses von der gewohnten Szenerie scheinbar abweichende Geräusch weckte die Neugier in mir. Fragen kamen in mir auf:

| Darf doch sein, was nicht sein kann oder dem üblichen Bild nicht entspricht?

| Was löst diese Irritation in mir aus?

| Welchen Effekt hat dieses plötzliche Herausreißen aus dem üblichen Gedankentrott?

> Entdeckung >

Ich entdeckte die Schönheit des Unwirklichen und fühlte mich etwas beschwingt. Ja, eine gewisse Leichtigkeit und Zuversicht kam in mir auf.

Irritationen…

… haben die Fähigkeit gewohnte Denkmuster und Verhaltenskreisläufe zu unterbrechen. Sie reißen uns aus dem heraus, was wir als selbstverständlich oder als „das Wahre“ ansehen.

Ein Geräusch oder ein Bild kann genauso ein Auslöser sein, wie:

Aussagen | einzelne Worte | Verhaltensweisen | Geschehnisse | oder Gedankenblitze.

Es gilt, sich auf diese einzulassen, auch wenn sie augenscheinlich nicht ins so toll gemalte Bild zu passen scheinen.

> Bewusstheit >

An dem beschriebenen Morgen drang die Erkenntnis in mein Bewusstsein, dass es sich lohnt meinen Sinnen wieder mehr Vertrauen zu schenken. Das wahrgenommene nicht zu voreilig abzutun oder wegzudrängen, nur damit meine Bilder und Wahrheiten unverändert aufrechterhalten werden können.

Es ist nicht gefährlich, …

… Impulse zuzulassen oder Alternativen in meinen Denkmustern einen Platz frei zu halten. Es sind stehts die individuell ausgeschmückten Vorstellungen und die eigenen Interpretationen, die meine gewohnten Sichtweisen bestärken oder eben in Frage stellen.

In diesem Fall, ist es der Natur ziemlich egal, welcher Überzeugung ich bin oder bis dato war – sie probiert aus und lässt es auf den Versuch ankommen. Die Entwicklung dieses Experiments „Bussard in der Großstadt“ kann in unterschiedliche Richtungen verlaufen.

> Entwicklung >

Jede Anregung hat ihre Zeit, …

… um sich als solche zu entpuppen. Gewohntes gibt uns ein Gefühl von Sicherheit in unserem Kokon, den wir so mühsam gesponnen haben. Wir sind oft so sehr damit beschäftigt, seine Form aufrecht zu erhalten und den Schein seiner für uns perfekten Form zu wahren, dass wir den Schlüpf-Prozess hinauszögern oder gar verpassen.

Unsere Gedanken kreisen über das erhoffte gedachte Antlitz des Resultats, während wir uns immer gemütlicher und wohliger in dem seidigen Gebilde einrichten. Schade, dass uns dann die mögliche Pracht der Farben und Formen der Schmetterlingsflügel verborgen bleibt, die ihn aufsteigen lassen könnten, um seine Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

| An welchen ungewohnten Impuls erinnerst du dich, der dir half dich zu entpuppen?

| Welche Flügel wünschst du dir, damit du dich selbst oder dein Umfeld anders wahrnehmen kannst als bis her?

| Wie ungewohnt darf etwas erscheinen, damit du neugierig darauf wirst?

Viel Freude beim Entdecken!

Markus

| Bleibe neugierig, um zu entdecken!

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N°2 | Wirklichkeit

Rubrik | N > E > B > E

Im Zuge meines eingeschlagenen Weges der letzten Jahre, veränderte sich merklich meine Sichtweise auf unterschiedlichste Situationen, menschliche Verhaltensweisen und Meinungen. Was glücklicherweise ein beständiger und kein finaler Prozess bleibt.

Ich fing zusehends an, mich in bestimmten Erregungszuständen zu ertappen. Das heißt, meine automatisierten Reaktionen auf äußere Reize wahrzunehmen, innerlich durchzuatmen und diese zu hinterfragen.

Diese Errungenschaft gestaltet Tag für Tag die Veränderung meiner Haltung, was mich stets neugierig bleiben lässt – auf das, was anders sein könnte, wenn ich es aus einer alternativen Perspektive her betrachten würde.

Oft agieren und reagieren wir…

… aus unseren verinnerlichten basalen Überzeugungen und geglaubten Wahrheiten heraus. Mal sind sie hilfreich, mal hinderlich.

Dabei können wir durch die Beobachtung unseres Selbst viele Erkenntnisse gewinnen, die sich bereichernd auf unser Denken und unser Verhalten auswirken können. Dabei sind es unsere selbsterzeugten Bilder, die uns blitzschnell spekulieren lassen um zu reagieren und zu entscheiden, wie wir uns verhalten.

> Neugierde >

Vor diesem Hintergrund gelingt es mir zuweilen das „Ertappen“ dafür zu nutzen, meine im jeweiligen Moment entworfene Realität und das aus ihr resultierende individuelle Bild zu hinterfragen. Die Gedanken, die Emotionen und das entsprechende Verhalten auf ihre Angemessenheit hin zu überprüfen.

| Ist das, was ich gerade wahrnehme wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint?

| Wie würde das Gehörte und Gesehene auf mich wirken, wenn ich die Perspektive verändern würde?

| Wie kann ich das Bild, das ich gerade betrachte und gleichzeitig gestalte, anders beschreiben, denken und interpretieren?

> Entdeckung >

Natürlich ist es schwierig mir in einer akuten Situation diese Fragen zu stellen – vor allem, wenn eine Reaktion bereits erfolgt ist. Gleichzeitig habe ich im Nachklang die Möglichkeit zu reflektieren sowie mir alternative Gestaltungsvarianten vorzustellen.

Ich entdecke neue Farbnuancen, …

… mit denen ich meine vorgefertigten verinnerlichten Skizzen aus- oder übermalen kann, wenn ich mich in einem ähnlichen Kontext befinden sollte. Zuvor gesehenes:

Feuerrot wird zu Flamingo | Orange zu Sonnengelb | Bordeaux zu Orchidee.

Oder ich stöbere wertvollere Rahmen auf, durch die mein erschaffenes Kunstwerk einen ganz neuen Ausdruck erhält.

Abgesehen davon fällt mir auf, dass ich aus einer gewissen Distanz heraus meinen Blickwinkel erweitern kann, sodass das Gesamte und nicht nur ein Ausschnitt davon erkennbar wird. Das gesamte Abbild meiner individuellen Wahrnehmung, die stets wandelbar bleibt.

> Bewusstheit >

Im Zuge meiner Überlegungen wächst die Bereitschaft in mir zu erkennen, dass meine zunächst geglaubte Wirklichkeit auch anders konstruiert werden kann.

Das affektiv entworfene Gebilde ist nicht in Stein gemeißelt oder ein perfekt arrangiertes Gemälde, das unantastbar ist. Wenn ich offen und neugierig bleibe, werde ich mich ermutigt und angeregt an Experimente wagen, die Wertvolles entstehen lassen können.

Je häufiger ich das Wagnis der Bildumgestaltung eingehe, …

… desto bewusster wird mir die Wandelbarkeit der Wahrheit. Die dadurch zum Vorschein kommenden Perspektiven erweitern meine Denkweisen und Handlungsmöglichkeiten, um meine Wirklichkeit lebendig und wohlwollend zu prägen.

> Entwicklung >

Diese Entwicklung ist ein fortandauernder Prozess.

Ich werde bestimmte Skizzen und Kunstdrucke, die in meiner Gehirn-Galerie ihren Platz haben, nicht einfach abhängen können. Gleichzeitig darf ich diese zunächst betrachten und bestenfalls ein neugeschaffenes Werk als eine ergänzende Alternative dazu hängen.

Damit ermögliche ich mir, unterschiedliche Optionen im Blick zu behalten.

Viel Freude beim betrachten deiner Wirklichkeiten!

Markus

| Bleibe neugierig, um zu entdecken!

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N°1 | Stille

Rubrik | N > E > B > E

Eines Tages betrat ich einen kleinen Buchladen, in dem ich mich Ziel frei umschaute. Meine Aufmerksamkeit erregten zwei Bücher, die nicht auf Bestseller-Listen auftraten und unscheinbar wirkten. Spontan kaufte ich diese, wobei eins von denen unterschiedliche Perspektiven der Stille beleuchtete. Das interessierte Lesen der kurzen Kapitel weckte meine Neugier.

> Neugierde >

Seitdem stelle ich mir diesbezüglich öfters die Fragen:

| Was verbinde ich mit Stille?

| Was bedeutet sie für mich?

| Wie fühlt sie sich für mich an?

| Wo finde ich sie?

| Wann sollte ich nach ihr suchen?

Durch das Buch angeregte Gedanken sowie die Suche nach meinen persönlichen Antworten motivieren mich immer wieder auf Entdeckungstour zu gehen.

> Entdeckung >

Mir fällt auf, dass es für gewöhnlich zwei vereinfachte Sichtweisen gibt, mit denen wir uns diesem Thema nähern.

Je nach…

… Situation, Stimmung und Überzeugung wird die Betrachtung in dunkle Töne eingefärbt. Somit erscheint uns das Bild eher negativ, befremdlich oder gar bedrohlich. Dann assoziieren wir mit Stille eher:

Stillstand | Unbehagen | Unsicherheit | weg-haben-wollen | oder auch Angst.

Vielleicht liegt es an den Lauten, die wir aus unserem Innern vernehmen. Oder wir ängstigen uns vor dem Entzug der Bewegung und Ablenkung, die uns oft eine vermeintliche Sicherheit suggerieren, da das Ausblenden leichter fällt. Dies gibt uns das Gefühl sich spüren zu können durch äußere Reize und Einflüsse. Womöglich ist uns Stille einfach nur fremd geworden, durch:

den schnellen Alltag | die Gier nach dem „Mehr“ oder dem „Besser“ | die ständige Verfügbarkeit von Ablenkung | das Getriebensein | die Lautstärke all der Möglichkeiten | das Gefühl Nichts-verpassen-zu-dürfen | das Fehlen von etwas, von dem wir nicht wissen, was es ist oder sein könnte.

Die hellen Farben dagegen…

… haben das Potenzial uns positiv, wohlig und gut aufgehoben zu fühlen. Dann verbinden wir mit dem abstrakten Aquarell eher:

Ruhe | Angenommensein | Getragenwerden | Gehaltensein | Sicherheit | Verbundenheit mit sich oder mit etwas „Großem“ | sich spüren können und wollen | etwas annehmen wollen.

Dabei ist entscheidend, dass wir all die Aspekte der persönlichen Vorstellung sehen und sammeln – unabhängig von deren Färbung. Sie alle gehören zu unserer Sicht, was sie sehr wohl dürfen, um unsere individuelle Vielfalt zu erweitern.

Es ist wichtig neben dem Bunten auch die Grautöne als einzelne Teile des gesamten Bildes zu erkennen, sowie mutiger hinter die erste Wahrnehmung zu blicken, die uns zunächst offensichtlich erscheint.

Die unterdessen gesammelten Entdeckungen bilden die Basis für die Bewusstwerdung dessen, was die unterschiedlichen Betrachtungsweisen bei und in uns bewirken.

> Bewusstheit >

Ich stelle fest, dass mein Aquarell der Stille in vielen sanften Färbungen erscheint.

Ihre wechselnden Antlitze lassen mich des Öfteren über ihre Wertigkeit staunen. Was ich persönlich mit ihr verbinde und welche Bedeutung sie für mich hat, möchte ich beschreiben als:

Raum für mich & den Augenblick | Losgelöstheit von Zeit & Zwängen | Fokussierung auf Einzelheiten meiner Umgebung, sowie der momentanen körperlichen & sinnlichen Wahrnehmung | Durchatmen & Loslassen | Wertschätzung ihrer Präsenz | Annahme dessen, was gerade ist | Gelassenheit & Genuss | Freude | Spüren meines Urvertrauens.

In diesen besonderen Momenten nehmen meine Sinne eine gewisse Klarheit wahr, die sich sonst hinter einem Filter verbirgt. Jene Augenblicke ermöglichen mir – mich zu spüren, klarer zu sehen, in mich hineinzuhören, sowie meinen Ideen und Impulsen nachzusinnen.

Dann wird mir bewusst, wie …

… lebendig sich meine Umwelten anfühlen | aufmerksam ich meinem Inneren zuhören kann | belanglos oder verzichtbar manches ist | sich meine Priorisierung verändert | kreativ ich in ihr sein kann und darf | nützlich und wertvoll das Innehalten ist | belebend eine lautlose Reflektion sein kann | viele Ressourcen ich in mir berge | stark ich mich entfalten kann

…, wenn ich es erkenne und wertschätze.

> Entwicklung >

Ich bin mehr, als die Fassade, die meinen Kern umhüllt und zu schützen versucht – obwohl keine reale Gefahr von außen droht.

Ich lasse mich gerne auf die innere oder äußere Stille ein, um mit mir in Verbindung zu kommen, sowie meinen Fragen und Antworten Raum zu geben.

Ich schätze die Kraft, die sie innehat und mich bei meiner Entfaltung unterstützt.

Ich bin selbstbewusst und handlungsfähig, wenn ich klarer sehe.

Ich nutze diese Quelle, die mich auf meinem Weg nähren darf.

Viel Freude beim Entdecken!

Markus

| Bleibe neugierig, um zu entdecken!

| Sei offen für Entdeckungen, um dir der Vielfalt der Möglichkeiten bewusst zu werden, die deine Entwicklung bereichern können!

| Werde aus deiner Entwicklung heraus wieder neugierig auf Neues!

PS: Feedback ist mir wertvoll, daher freue ich mich über deinen Kommentar. Kontaktiere mich gerne, wenn du Fragen an mich hast oder ich dich bei einem Anliegen unterstützen darf.

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Vorwort zur neuen Rubrik

Rubrik | N > E > B > E

In dieser neuen Rubrik werde ich reflektierend auf Fragen eingehen, die mich zum jeweiligen Zeitpunkt gedanklich oder emotional beschäftigen. Ich betrachte es als ein Experiment, dessen Ausgang oder Ausklang unbestimmt ist und offenbleiben darf.

Meine Beobachtungen und deren Vielschichtigkeit dürfen mich persönlich dabei unterstützen, andere/neue Perspektiven einzunehmen.

Beim Schreiben werde ich mich mit den auftauchenden Themen auseinandersetzen, in der Hoffnung Entdeckungen machen zu dürfen, auf die ich ohne meine Neugierde womöglich verzichten müsste.

Als unterstützendes Instrument für meine „interne“ Auseinandersetzungen werde ich auf die vier Leitbegriffe zurückgreifen, die ich auf meiner Seite „www.auf-dem-weg.koeln“ skizziere:

Neugierde > Entdeckung > Bewusstheit > Entwicklung

Diese Orientierungshilfe soll mich dabei unterstützen, die schrittweise Reflektion anschaulich und begreifbar vornehmen zu können – für mich & für meine Leser.

Ich freue mich auf mögliche Entdeckungen sowie eine neuartige Bewusstheit, durch die ich meine Wahrnehmung schärfen und Klarheit erlangen kann.

Da mir das Anregen und Bewegen am Herzen liegt, möchte ich durch meine Beiträge den einen oder anderen Impuls geben, der dich oder andere Leser animiert.

Wir begegnen auf unseren individuellen Wegen nicht nur zahlreichen Menschen, sondern auch unendlich vielen Wirklichkeiten und Wahrheiten. Diese dürfen wir als ähnlich oder auch konträr bezeichnen – gleichzeitig als einzigartig annehmen.

Wenn wir die neutrale Sichtweise wählen, werden uns neue Farbnuancen zur Verfügung stehen, mit denen wir dann weitermalen und gestalten können. Welche alternativen Bilder dabei entstehen mögen, wird sich im Entwicklungsprozess zeigen.

Ich wünsche dir und mir gleichermaßen viel Freude auf den Entdeckungstouren, beim differenzierten Beobachten sowie beim nuancierten „Malen“ persönlicher Bilder.

Bleibe neugierig!

Markus